Hohe Erträge schützen Natur und das Klima

Es ist bekannt, dass hohe Erträge im Pflanzenbau Stickstoffdüngung brauchen. Dessen Produktion ist energieintensiv und zudem geht ein kleiner Teil des gedüngten Stickstoffes als Lachgas (N2O), ein sehr potentes Treibhausgas, verloren. 

Weitgehend unbeachtet bleiben die Auswirkungen von Ertragseinbußen (z.B. durch mangelnde Düngung) auf den Klimawandel. Unbestritten braucht die wachsende Weltbevölkerung immer mehr Nahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Produkte. Daher kann eine Extensivierung von Ackerland nur mit einer Intensivierung auf anderen Flächen oder mit zusätzlichen neuen Ackerflächen ausgeglichen werden. Dies führt zu Landnutzungsänderungen mit teils verheerenden Auswirkungen auf das Klima. 

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So führt z.B. die Umwandlung von Dauergrünland in Ackerfläche zu zusätzlichen Kohlendioxid (CO2) Emissionen von 6 Tonnen pro Hektar und Jahr (t/ha/J) (für 30 Jahre). 


Grafik 1 zeigt CO2e Emissionen der Stickstoffdüngung (Winterweizen Steigerungsversuch, JR Wieselburg, 2022) und den Einfluss reduzierter Ertragsmengen auf die Treibhausgasemissionen unter Berücksichtigung von Landnutzungsänderungen (hellbraun = Umbruch von Grünland, braun = globaler Durchschnitt). Der Ertrag ohne Düngung war auf diesem Versuchsfeld außerordentlich hoch (>70 %). Trotzdem hat die Ertragsreduktion einen signifikanten Einfluss auf die Treibhausgasemissionen, wenn der fehlende Ertrag durch Landnutzungsänderung kompensiert wird. In diesem Beispiel auf fruchtbarerem Boden, wäre eine Düngung von 150 kg N/ha ausreichend, um den Bedarf an zusätzlichen Ackerflächen zu vermeiden.

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Grafik 1
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Wandert die Produktion ins Ausland ab (auch durch erhöhte Nahrungsmittelimporte), könnte für die Ausdehnung der Agrarflächen auch (Regen)Wald gerodet werden (bis zu 1000 t CO2 /ha).  Der globale Durchschnitt beträgt 13,5 t CO2 /ha/J für Landnutzungsänderungen. 


Werden geringere Ernten von Rapsöl mit Palmöl kompensiert, führt dies zu zusätzlichen Treibhausgasemissionen von 9,3 t CO2 pro Tonne Öl. 


Grafik 2: Wenn verminderte Erträge mit Palmöl kompensiert werden, hat dies signifikanten Einfluss auf die Treibhausgasemissionen. Bei gleicher Stickstoffdüngung bringt eine vollständige Düngung mit Phosphor und Kalium den höchsten Ertrag und damit die geringsten CO2-Emissionen (Durchschnittliche Erträge von zwei Versuchsstandorten in Rumänien). 
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Grafik 2
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Diese Beispiele zeigen, dass der Verzicht auf mineralische Düngung seinen ökologischen Fußabdruck hat – mit Auswirkungen nicht nur auf das Klima, sondern auch auf die Artenvielfalt (Biodiversität). 

Düngemittel sollen so effizient wie möglich eingesetzt werden, um Verluste zu vermeiden, aber gleichzeitig hohe Erträge zu sichern. LAT Nitrogen bietet mit NutriGuide® und NutriZones® sowie dem N-Pilot® wertvolle digitale Werkezeuge an, die den Landwirt dabei unterstützen, die Nährstoffeffizienz zu verbessern: von der Düngeplanung über die tatsächliche Stickstoffbedarfsermittlung während der Vegetation bis hin zur teilflächenspezifischen Ausbringung der Nährstoffe.