Ein Rapsbestand nimmt im Herbst 40 - 80 kg Stickstoff pro Hektar auf. Bei früher Saat, dauerhaft wüchsigem Wetter, spätem Wintereinbruch und Stickstoffnachlieferung aus Wirtschaftsdüngern können auch Mengen bis zu 130 kg N/ha aufgenommen werden.
Bereits kurz nach dem Auflaufen beginnt der Raps mit der Bildung der Ertragsorgane. Ab dem 3 - 10-Blattstadium werden die Knospen der Seitentriebe angelegt, aus denen sich im Frühjahr die Seitentriebe mit den Blütenanlagen entwickeln. Das mögliche Ertragspotential legt Raps also bereits im Herbst fest – daher ist so wichtig hier keine Nährstoffmangelsituation aufkommen zu lassen.
Die Düngung von Raps im Herbst ist bis zum 30. September erlaubt, sofern ein Düngebedarf (keine N-nachliefernde Vorfrucht, Nmin-Gehalt < 45 kg/ha) gegeben ist. Es dürfen maximal 30 kg/ha Ammonium-N bzw. 60 kg/ha gesamt-N ausgebracht werden.
Der Einsatz wasserlöslicher Nährstoffe aus Mineraldüngern empfiehlt sich ab dem 4-Blattstadium. Eine zu frühe Düngung kann die Ausbildung der für den Raps wichtigen Pfahlwurzel beeinträchtigen, wenn oberflächennah ausreichend Nährstoffe angeboten werden – ein „Hungern lassen“ bis zum 4-Blattstadium wirkt daher keinesfalls nachteilig.
Bei schwierigen Aufgangsbedingungen (Schnecken-, Erdraupen-, Erdflohfraß, Verschlämmung,…) kann ein Vorziehen eines Teils der geplanten Herbstdüngung vorteilhaft sein, um der kleinen Rapspflanze auf die Sprünge zu helfen.
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