Spät angebaute Weizen nach Vorfrucht Körnermais konnten sich im kalten und trockenen Frühjahr aufgrund eines schwachen Wurzelsystems nur sehr zögerlich entwickeln. Wurden diesen Beständen bereits 120-130 kg N/ha aus den bisherigen beiden Düngergaben verabreicht, empfehlen wir dennoch, bis zum EC 37 mit der Anschlussdüngung zu warten.
Spätestens muss die Düngung stattfinden, wenn der Weizen bereits den Stickstoff aus den älteren Blättern in die jüngeren verlagert hat. Jedenfalls soll die Düngung erfolgen, wenn das 2. Blatt von oben (F-1) gegenüber dem Fahnenblatt (F) aufhellt. Bei noch nicht voll entwickeltem Fahnenblatt vergleicht man das 3. Blatt von oben (F-2) gegenüber dem 2. Blatt.
Auf Standorten mit viel eingearbeiteter organischer Masse der Vorfrucht und weitgehend fehlenden Niederschlägen im März und April zeigt der Weizen trotz ausreichender erster und zweiter Gabe keine satte Grünfärbung. Ein Vorziehen der Spätdüngergabe ist verlockend, jedoch muss bedacht werden, dass bei einsetzenden Niederschlägen die Mineralisation wieder anspringt und noch aus Vorfrucht und bisherigen Düngergaben der Stickstoff zur Wirkung kommt. Sind deutliche Mangelsymptome vorhanden, ist ein Vorziehen eines Teils der Spätdüngergabe (vor EC 37) möglich.
Auf trockenen Böden ist als Stickstoffdünger NAC 27 N die richtige Wahl. Gasförmige Verluste treten praktisch nicht auf und es reichen starker Morgentau bzw. wenige mm Regen, damit sich das Düngerkorn löst und der Stickstoff in die obere Bodenschicht wandert.
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