Eine erfolgreiche Frühjahrsdüngung beginnt nicht nur mit Stickstoff. Schwefel ist der Schlüssel, damit Pflanzen den gedüngten Stickstoff effizient aufnehmen und verwerten können. Gerade bei Raps und Wintergetreide entscheidet eine ausgewogene Stickstoff- und Schwefelversorgung über Ertrag, Protein- und Ölgehalt.
Stickstoff kann nur dann vollständig in pflanzliches Eiweiß umgesetzt werden, wenn ausreichend Schwefel vorhanden ist. Fehlt Schwefel, sinkt die Stickstoffeffizienz, Erträge bleiben hinter den Erwartungen zurück und die Qualität – Proteingehalt im Getreide, Ölgehalt im Raps – leidet. Aus der Praxis zeigt sich: 1 kg Schwefel steuert die Umsetzung von rund 10 kg Stickstoff. Schwefel ist damit unverzichtbar für eine wirksame Stickstoffdüngung
Schwefel liegt im Boden, ähnlich wie Stickstoff, überwiegend in organisch gebundener Form vor und ist zunächst nicht pflanzenverfügbar. Erst wenn die Bodentemperaturen etwa 10–12 °C erreichen, genügend Feuchtigkeit vorhanden ist und der Boden gut belüftet ist, können Mikroorganismen den Schwefel in Sulfat (SO₄²⁻) umwandeln, das von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Problematisch ist, dass Sulfat – ähnlich wie Nitrat – leicht auswaschungsgefährdet ist. Über den Winter wird es daher oft aus dem Wurzelraum verlagert. Da die Mineralisierung im frühen Frühjahr noch verzögert beginnt, kommt es zu Vegetationsbeginn häufig zu akuten Schwefelmängeln.
Schwefelmangel sicher erkennen
Ein Schwefelmangel zeigt sich oft früh und deutlich:
Wichtig: Im Gegensatz dazu beginnt ein Stickstoffmangel an den älteren Blättern. Die Unterscheidung ist entscheidend für die richtige Düngemaßnahme.
Wintergetreide
Raps
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