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Warum Schwefel über Ertrag und Qualität entscheidet

Eine erfolgreiche Frühjahrsdüngung beginnt nicht nur mit Stickstoff. Schwefel ist der Schlüssel, damit Pflanzen den gedüngten Stickstoff effizient aufnehmen und verwerten können. Gerade bei Raps und Wintergetreide entscheidet eine ausgewogene Stickstoff- und Schwefelversorgung über Ertrag, Protein- und Ölgehalt.

Stickstoff allein reicht nicht - Schwefel als limitierender Faktor

Stickstoff kann nur dann vollständig in pflanzliches Eiweiß umgesetzt werden, wenn ausreichend Schwefel vorhanden ist. Fehlt Schwefel, sinkt die Stickstoffeffizienz, Erträge bleiben hinter den Erwartungen zurück und die Qualität – Proteingehalt im Getreide, Ölgehalt im Raps – leidet. Aus der Praxis zeigt sich: 1 kg Schwefel steuert die Umsetzung von rund 10 kg Stickstoff. Schwefel ist damit unverzichtbar für eine wirksame Stickstoffdüngung

Schwefel im Boden – warum im Frühjahr oft ein Mangel entsteht

Schwefel liegt im Boden, ähnlich wie Stickstoff, überwiegend in organisch gebundener Form vor und ist zunächst nicht pflanzenverfügbar. Erst wenn die Bodentemperaturen etwa 10–12 °C erreichen, genügend Feuchtigkeit vorhanden ist und der Boden gut belüftet ist, können Mikroorganismen den Schwefel in Sulfat (SO₄²⁻) umwandeln, das von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Problematisch ist, dass Sulfat – ähnlich wie Nitrat – leicht auswaschungsgefährdet ist. Über den Winter wird es daher oft aus dem Wurzelraum verlagert. Da die Mineralisierung im frühen Frühjahr noch verzögert beginnt, kommt es zu Vegetationsbeginn häufig zu akuten Schwefelmängeln.


Schwefelmangel sicher erkennen

Ein Schwefelmangel zeigt sich oft früh und deutlich:

  • Gelbfärbung der jungen, wachsenden Blätter
  • gehemmtes Wachstum
  • verzögerte Bestandesentwicklung


Wichtig: Im Gegensatz dazu beginnt ein Stickstoffmangel an den älteren Blättern. Die Unterscheidung ist entscheidend für die richtige Düngemaßnahme.


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Schwefelmangel im Raps
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Schwefelmangel im Weizen
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Schwefelbedarf von Wintergetreide und Raps

Wintergetreide

  • Bedarf: 50–70 kg SO₃/ha (≈ 20–30 kg S/ha)
  • Schwefelmangel kann bereits in frühen Entwicklungsstadien auftreten
  • Empfehlung: Kombination aus Stickstoff- und Schwefeldüngung zur 1. Gabe


Raps

  • Bedarf: 75–100 kg SO₃/ha (≈ 30–40 kg S/ha)
  • Hoher Schwefelbedarf aufgrund:
    - intensiver Proteinsynthese
    - zentraler Rolle in der Fettsäure- und Ölbildung
Welche schwefelhaltigen Dünger eignen sich für die Frühjahrsdüngung?
  • Im Getreide und Grünland ist DusLAS das Produkt der Wahl. Der hohe Nitratanteil sorgt für eine rasche Stickstoffaufnahme, und der enthaltene Schwefel liegt als Sulfat sofort pflanzenverfügbar vor.
  • DASA® eignet sich sehr gut zur Andüngung von Raps. Raps kommt auch mit höheren Ammoniumgaben gut zurecht und durch den hohen Sulfatanteil ist eine ausreichende Versorgung selbst auf Böden mit geringen Schwefelgehalten gesichert. 
  • Mit ENSIN® PLUS als stabilisiertem Dünger gibt es die Möglichkeit, 2 Gaben zusammenzufassen. Durch die Hemmung der Nitrifikation ist das Risiko von Nährstoffverlusten reduziert. Gleichzeitig kommt es zu einer Einsparung von Arbeitszeit und Maschinenkosten.