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Effiziente Düngung – die Basis für klimafreundlichen Weizen

Gemeinsam mit Resch&Frisch, der Wührer Holz GmbH und Josephinum Research (JR Wieselburg) arbeiten wir an einer CO2-neutralen Weizenproduktion. Ein zentraler Baustein dabei ist effizient erzeugter Stickstoffdünger aus Linz und dessen punktgenauer Einsatz am Feld. Konkret konnten wir 2026 durch eine effizientere Düngung einen potenziellen Klimavorteil von über 500 kg CO2e je Hektar erzielen, der auf den geringeren Flächenbedarf für die Weizenproduktion zurückzuführen ist.


Auf vier Praxisfeldern von drei landwirtschaftlichen Betrieben wurde die teilflächenspezifische (variable) mit der einheitlichen (konstanten) Stickstoffdüngung verglichen. Bei der teilflächenspezifischen Düngung wird die verfügbare Stickstoffmenge gezielt an das Ertragspotenzial einzelner Feldbereiche angepasst. Grundlage dafür sind Satellitendaten und digitale Applikationskarten (NutriGuide®/TerraZo). Ziel ist es, den eingesetzten Stickstoff möglichst effizient in Ertrag und Qualität umzusetzen.


Die Ergebnisse der Versuche zeigen einen positiven Trend zugunsten der variablen Düngung. Mit derselben Gesamtmenge an Stickstoff wurde ein durchschnittlicher Kornertrag von 8.015 kg/ha erzielt. Die Vergleichsvariante mit einheitlicher Düngung erreichte 7.750 kg/ha. Das entspricht einem Mehrertrag von rund 265 kg Weizen pro Hektar. 


Diese höhere Effizienz ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu CO2-neutralem Weizen. Jedes zusätzliche Kilogramm Weizen, das mit derselben Menge Dünger produziert wird, verbessert die Ressourceneffizienz und senkt die Treibhausgasemissionen je Kilogramm erzeugten Getreides. Eine effiziente Stickstoffnutzung verbindet damit wirtschaftliche Vorteile für die Landwirtschaft mit den Klimazielen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Feld bis zum Brot.


Besonders relevant ist dabei die globale Perspektive: Je höher die Erträge auf bestehenden Ackerflächen ausfallen, desto weniger zusätzliche Fläche wird für die Nahrungsmittelproduktion benötigt. Die Umwandlung natürlicher Flächen in Ackerland zählt weltweit zu den größten Quellen landwirtschaftlicher Treibhausgasemissionen. Die durchschnittliche Ertragssteigerung von 265 kg Weizen pro Hektar reduziert nicht direkt die Emissionen am Feld. Die ausgewiesene CO2-Wirkung (> 500 kg CO2e/ha) beschreibt keine direkte Emissionsminderung am Feld, sondern den potenziellen Klimavorteil höherer Erträge durch einen geringeren Bedarf an zusätzlicher Ackerfläche (Carbon Opportunity Costs*). 

* Searchinger et al. (Nature, 2018) and World Resources Institute (Carbon Opportunity Cost Calculation Tool)




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Durchschnittlicher Weizenertrag von 4 Feldern mit variabler und konstanter Düngung
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Aufteilung eines der Felder in Zonen mit unterschiedlicher Vegetationsentwicklung und angepasster Stickstoffmenge
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